Padkunde – Was wofür?

Was sind Pads? 

Bei der Herstellung von Pads werden Polyester- und/oder Nylonfasern zusammen mit einem elastischen Klebstoff vermischt. Abhängig von der beabsichtigten Verwendung werden dem Gemisch zusätzlich noch Schleifpartikel zugefügt. Nach dem Fertigungsprozess haben die Pads ihre typische Konsistenz, sie sind luftig, aber dennoch fest. Jedes Pad ist beidseitig verwendbar. Seine Beschaffenheit sorgt dafür, dass Material (z.B. Öl) gut aufgenommen wird. Lange Standzeiten und zügiger Fortschritt insbesondere beim Einsatz von Maschinenpads erleichtern die Arbeit. Abhängig von Eigenschaften wie Härte und Verwendungszweck werden Pads farblich gekennzeichnet bzw. eingefärbt. 

 

Welche Stärke soll das Pad haben?

Die empfohlene Dicke des Pads ist abhängig von seinem Einsatzgebiet. Am häufigsten werden Normal-Pads (ca. 8–10 mm stark) oder Super-Pads (ca. 20–25 mm stark) verwendet. Bei unebenen Böden – oder generell in der Hand von Laien – empfiehlt sich der Gebrauch von Super-Pads, da diese sich dem Boden besser anpassen und der Treibteller (bei Maschinenpads) bzw. der Padhalter (bei Handpads) nicht so bald mit dem Boden in Berührung kommt, was zu Beschädigungen an der Oberfläche führen kann. 

Daneben sorgen Superpads für einen „Sicherheitsabstand“ zwischen den Noppen des Treibtellers  und eventuell verwendeten Pflegeprodukten. Diese sollten mit den Noppen nicht in Berührung kommen, da sie verkleben können und so der kostenintensive Austausch des Treibtellers erforderlich werden kann.

 

Welches Format ist das richtige?

Die Frage nach der Größe richtet sich zunächst danach, ob Sie Pads manuell oder maschinell verwenden wollen – ob Sie also eine größere oder eine kleinere Flächen zu bearbeiten haben: bei großen zusammenhängenden Flächen empfiehlt sich sehr der Gebrauch einer Einscheibenmaschine, bei kleineren, schwer zugänglichen Flächen und anderen Strukturen (Möbeln) ist dagegen der manuelle Gebrauch im Vorteil. Für den Einsatz mit Tellermaschinen gibt es 3 gängige Größen, je nach Gerät brauchen Sie Scheiben mit 305 mm (12 Zoll), 330 mm (13 Zoll) oder 406 mm Durchmesser (16 Zoll). 

Zur manuellen Anwendung können Sie bereits vorgeschnittene rechteckige Pads für Padhalter erwerben. Diese Handpads gibt es in zwei Größen: mit einer Länge von 25 cm (groß) und 15 cm (klein). Für Werkzeuge mit Klettaufnahme wie z.B. Winkelschleifer gibt es Pads auch als Rollenware zum individuellen Zuschneiden.

 

Standzeiten – wie lange hält ein Pad?

Am Beispiel von 16 Zoll Pads: Bei Verwendung auf einer glatten Oberfläche halten Pads bis zu 20 m² (10 m² pro Seite) – oft aber auch länger. Bei Handpads kann man von einer Reichweite von etwa 2 m² pro Padseite ausgehen. Das sind allerdings nur unverbindliche Richtwerte; so gerne wir hier auch eindeutige Angaben machen würden - die Standzeit ist einfach zu stark abhängig von variablen Größen wie Anwendungsart und Oberflächenbeschaffenheit.

Außer bei den schwedenroten Pads, die sich aufreiben, wird die Standzeit eher nicht durch den Abrieb der Pads begrenzt. Frische Pads sind einfach effektiver. Ein Pad sollte immer so stark sein, dass der Mitnehmer nie die zu behandelnde Oberfläche berührt. Ebenso sollten die Noppen des Treibtellers nicht mit Öl in Berührung kommen – und wenn doch, muss der Teller entsprechend gereinigt werden, bevor das Öl aushärten kann.

 

Herkömmliche Pads:

Schwarze Pads: Die mit Abstand härtesten Pads in dieser Kategorie eignen sich vorzüglich für alle intensiven Reinigungs-arbeiten wie etwa die gründliche Entfernung auch starker Verschmutzungen von Holzböden oder Gartenmöbeln. Die Konzentration von Schleifpartikeln ist so hoch, dass sogar Beschichtungen wie z.B. alte Wachsbeläge entfernt werden können – das bedeutet aber auch, dass die schwarzen Pads auf weicheren Oberflächen nur eingesetzt werden sollten, wenn die Verträglichkeit (Kratzer!) vorher überprüft worden ist. Für empfindliche Hölzer empfehlen wir generell ein weniger hartes Reinigungspad.

Braune Pads: Im Vergleich zu den schwarzen Pads ist die Schleifwirkung der braunen Pads deutlich reduziert, so dass sie neben PVC- und Kunstharzböden auch bedenkenlos auf Holz, Parkett- und Korkböden zur Unterhaltsreinigung verwendet werden können. Dabei sind sie zur Nass- und Trockenreinigung gleichermaßen geeignet. Bei sehr empfindlichen Böden allerdings sollte man nach wie vor auf ein weicheres Pad umsteigen.

Grüne Pads: Der mittlere Härtegrad der grünen Pads empfiehlt sie primär zur Verwendung als Massierpad, mit dem Sie verschiedene Grundbehandlungs- oder Colouröle effizient in Holz-oberflächen einarbeiten können. Daneben aber sind sie durchaus zur leichten Grundreinigung geeignet, wenn es etwa um die Entfernung von Begehspuren auf allen Bodenarten geht. Auf grüne Pads sollten sie vor Allem auch dann zurückgreifen, wenn die Beschaffenheit Ihres Bodens den Einsatz härterer Reinigungspads verbietet, weichere Pads aber keinen effektiven Arbeitsfortschritt erbringen würden.

Blaue Pads: Die blauen Pads haben eine sehr griffige, raue Oberfläche, sind dabei aber noch ein Stück weicher als die grünen Pads. Mit dieser Konfiguration sind sie perfekt für die Pflegefilmsanierung geeignet. Diese Art der Reinigung kommt für elastische Bodenbeläge wie etwa Linoleum, PVC oder Kautschuk in Frage. Im Härtegrad zwischen grün und rot liegend, sind die abrasiven Qualitäten des blauen Pads noch stark genug ausgeprägt, um den jeweils alten Pflegefilm zuverlässig abzutragen, ohne aber den darunter liegenden Boden zu beschädigen.  

Rote Pads: Die roten Pads sind die weichsten der klassischen Reinigungspads. Damit sind sie prädestiniert für die schonende Reinigung auch der empfindlichsten Böden, für die härtere Pads nicht mehr in Frage kommen. Trotz dieser sanften Reinigungswirkung sind die roten Pads effizient genug, um auch intensiven lokalen Verschmutzungen beizukommen.

Beige Pads: Als Vorpolierpads sind die beigen Pads besonders gut für das Aufbringen von Pflegeprodukten wie etwa Fußbodenhartwachs oder Pflegepasten und -ölen geeignet. Sie sind griffiger als die funktional ähnlich gelagerten weißen Pads und so noch für leichte Reinigungsarbeiten wie etwa nasses Wischen zu gebrauchen.

Weiße Pads: Diese komplett schleifmittelfreien, nicht-abrasiven Polierpads sind für die Endpolitur konzipiert. Sie sind die weichsten Pads in dieser Kategorie und hervorragend für die Verarbeitung aller Arten von Pflegeölen besonders auf empfindlichen und splittergefährdeten Weichholzböden geeignet. Für Reinigungszwecke sollten Sie dagegen auf ein härteres Pad zurückgreifen – die Stärken der weißen Pads liegen klar auf der Pflegeanwendung. Der reduzierte Härtegrad wirkt sich dabei nicht negativ auf die Standzeit aus.

 

Spezialpads:

Schwedenrote Pads: Die schwedenroten Pads sind als Schleifpads für leichte Schleifarbeiten wie Zwischen- oder Anschliffe von Versiegelungen vorgesehen. Das Schleifbild entspricht in etwa einem Schleifpapier mit der Körnung 150. Die Pads erzeugen einen weichen Übergang zu Bestandsflächen und hinterlassen fast keine Schleifspuren.

Filzpads: Diese Spezialpads sind im Vergleich zu weißen Pads sogar noch weicher und saugfähiger und eignen sich so sehr gut für die Entfernung überschüssiger Öl- und Wachsreste. Daher sind die als (Nach-)Polierpads optimal zur Hochglanzpolitur auch auf den empfindlichsten Weichholzböden geeignet.

Wollpads: Die aus Naturfasern hergestellten extra weichen und extra dicken Wollpads wurden speziell zum Glanzpolieren von Holzfußböden entwickelt und sind ideal geeignet für die Arbeit auf geölten Oberflächen. 

Patina Discs: Für besonders strapazierfähige Oberflächen: nach Bedarf werden 2 bis 3 Stück beim maschinellen Einmassieren von Öl zusätzlich unter das grüne Pad gelegt. So wird die Oberfläche hoch verdichtet, extrem glatt und ist strapazierfähiger – das Nachpolieren entfällt bei dieser Art der Verarbeitung. Die Discs haben einen Durchmesser von 145 mm.

 

 

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